Teamkultur remote

In der heutigen Zeit ist remote Arbeiten für viele nicht nur ein alternatives Konzept, sondern die einzige Möglichkeit, überhaupt am Arbeitsleben teilzunehmen. In vielen Unternehmen gilt, wie z.B. für unser Entwicklungszentrum in Rumänien, dass nur noch ins Büro darf, wer nachweislich für die Aufrechterhaltung des Betriebes auch wirklich physisch dort anwesend sein muss. Alle anderen Mitarbeiter sind gezwungen, zuhause zu bleiben und dort zu arbeiten.

Viel ist schon berichtet worden über die technischen Herausforderungen, die das für Netzwerke, Hardware, Software und sonstige IT-Infrastruktur mit sich bringt. Ebenso liest man viel darüber, welche organisatorischen Konsequenzen daraus resultieren, wenn – wie bei uns in der IT – alle Mitarbeiter in allen Projekten nur noch über Telcos und Chat-Tools ihre Arbeit koordinieren, Anforderungen besprechen und ihre Ergebnisse präsentieren können – und dabei auch noch den Kunden in der Informationsschleife einbinden müssen. Da wird einem erst bewusst, welche Vorteile tatsächlich ein persönlicher Kontakt mit sich bringt und welche non-verbale Informationen auf dieser Ebene transportiert werden, die beim remote Austausch dann fehlen.

Wie kann Teamkultur remote gelebt werden?

Doch es gibt noch eine andere Ebene, über die nachgedacht werden muss: Wie kann Teamkultur bestehen und weiterentwickelt werden, wenn jeder wochenlang zuhause sitzt? Besonders jüngere Mitarbeiter, für die persönliche Interaktion mit Kollegen wichtig ist und für die wir in „normalen“ Zeiten ein großes Angebot an Team-Events, Spiele-Abende, Koch-Wettbewerbe u.v.m. regelmäßig anbieten, vermissen die direkte soziale Interaktion. Und da für uns Team- und Unternehmenskultur sehr wichtige Aspekte sind, über die wir uns und unsere Arbeit stark definieren, haben sich unsere Marketing-Kollegen zusammen gesetzt und ein paar Gedanken entwickelt.

Herausgekommen sind dabei in einem ersten Schritt zwei Ideen:

  • Die „My Remote Desk Photo Challenge”: Alle Mitarbeiter schicken Bilder ihres heimatlichen Arbeitsplatzes an eine zentrale Anwendung, wo sie von allen anderen Teilnehmern gesehen und bewertet werden können. Und wer den originellsten / schrägsten / coolsten remote Arbeitsplatz hat, gewinnt einen Preis. Dabei geht es aber natürlich nur vordergründig darum, etwas zu gewinnen. Viel wichtiger ist, dass Kollegen etwas von- und übereinander erfahren, das sie sonst nicht teilen würden. Und mit Sicherheit wird der eine oder andere remote Arbeitsplatz noch Gesprächsstoff für lange Zeit werden.
  • Unsere beliebte monatliche „Games & Pizza“ Nacht wird virtuell stattfinden. Es gibt eine Reihe von traditionellen Brettspielen wie z.B. „Siedler von Catan“, die remote gespielt werden können. Unser Marketing-Team wird also ein virtuelles Spiele-Haus einrichten, in dem es verschiedene Räume für diverse Spiele gibt, für die sich unsere Kollegen dann anmelden können. Parallel dazu gibt es Pizza auf Firmenkosten, die – ganz real und nicht virtuell – vom Lieferdienst zu allen Teilnehmern gebracht wird.

Solche Aktionen ersetzen natürlich auch nicht den wirklichen persönlichen Kontakt. Aber sie halten die Erinnerung wach an die vielen tollen Events der letzten Monate und Jahre – und sie machen Vorfreude auf das, was hoffentlich sehr bald wieder sein kann.

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